Zanzibar 8.-18.October 2006
Zanzibar 8.-18.October 2006
14.10.
„Jambo Mama!“
So wird jede Frau in Afrika begrüsst. In der Tat empfängt mich Afrika freundlich und hilfsbereit. Natürlich geht alles ein bisschen langsamer , ist oft ziemlich umständlich und eine Viertelstunde dauert in Wahrheit 2 Stunden.... was macht's, man ist fröhlich und - was mich besonders berührt - immer äusserst höflich, auch untereinander. Beeindruckt bin ich auch von den Frauen: jede eine Königin, ob hochgewachsen schlank oder barock füllig, aber immer wunderschön.
"Pole, pole"
Der Bootsmann ermahnt mich vorsichtig zu sein: "Langsam, langsam". Ich muss nämlich hüfthoch durchs Wasser waten um an Land zu kommen. Ich verbringe ein paar Tage auf Chumbe Island, wenn es ein irdisches Paradies gibt, so ist es hier: Oeko-Tourismus kombiniert mit anständigen Arbeitsbedingungen für die Lokalbevölkerung. Die Bungalows sind nach striktesten Kriterien gebaut: nur natürliche und lokale Materialien, Regenwasser-Sammlung und Kompost-Toiletten, keinerlei Verschmutzung des Riffs durch Abwasser und selbstverständlich Solarstrom. Man kann das Riff schnorchelnd erfahren, so nah ist es an der Oeberfläche, es gibt einen unberührten Schutzwald, riesige Baumkrebse, einen alten Leuchtturm und als Zückerli offerierte man mir einen Segelausflug mit dem lokalen Auslegerboot. Warum ich immer solche (Gratis-)Spezials kriege ist mir schleierhaft, aber ich bin einfach nur dankbar.
Jetzt bin ich in Zanzibar Stone Town, einem Weltkulturerbe und folglich unberührt seit ich vor über einem Jahrzehnt hier war. Allerdings hat sich die lokale Tourismusindustrie sehr verändert und das macht mich eher ratlos und traurig. Trotzdem: ich geniesse die Wärme und die Altstadt, die wirklich aussergewöhnlich ist.
Heute abend werde ich mit einer jungen muslimischen Frau, die ich auf Chumbe getroffen habe, essen gehen. Es war interessant von den Menschen ihre Träume und Hoffnungen zu erfahren. Diese junge Frau möchte unbedingt Sozialarbeit studieren. Ein anderer Angestellter möchte sich in Umweltmanagement weiterbilden. Ich wünsche ihnen von Herzen, dass sie ihre Ziele erreichen mögen.
In diesem Sinne wünsche ich Euch allen die Erfüllung Eurer Träume und Hoffnungen. Meine haben sich mit dieser Reise bestimmt erfüllt.
Ein kleiner Besucher im Badzimmer in Ras Kutani
Aussicht vom Hotelzimmer