China-Singapur 21.8 -1.9.2006
China-Singapur 21.8 -1.9.2006
2.9. Bejing - Nanjing - Singapur
Ich mag diese Mega-Städte nicht! Rücksichtslos wird alte Substanz abgerissen und einfach wieder höher aufgebaut. Die ganze historische Struktur geht verloren, so z.B. auch die alte Ming-Stadtmauer in Peking die noch unter Mao abgerissen wurde. Auch in Nanjing gibt es noch wunderschöne Quartiere aus den 20er-Jahren, allerdings schon mit dem roten Schriftzeichen: Abriss. Dazu sieht man kaum 100 m weit: Smog. In Nanjing wollte man mir zwar weismachen, das sei das feuchte Klima, aber ich kam mir definitiv vor wie der alte Wikinger, der zwar vor nix Angst hat, ausser dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt..... Dazu habe ich die Chinesen als äusserst gedanken- und rücksichtslos erlebt, unhöflich bis zum Abwinken. Wie man das aushalten kann ist mir schleierhaft, aber Anne-Sophie sagt mir, dass es eben sehr dynamisch ist. Ich bin wohl zu alt für diese Dynamik.
Singapur ist zwar etwas besser, da gibt es noch alte Quartiere und Zeugen der kolonialen Vergangenheit, aber mein erstes Hotel war auch so eine Art Retortenbunker, dafür wurde man unhöflich bedient. Ich bin geflüchtet und habe nun in Chinatown ein einfaches aber originelles Hotel gefunden, wo ich noch etwas vom Leben mitkriege.
Wenigstens ist das Wetter immer warm. Am Montag sollte es weiter gehen: ich werde ein Frachtschiff bis Melbourne nehmen und dort meine alten australischen Freunde treffen. Allerdings befürchte ich dort kühlere Temperaturen...... aber bevor ich in Depressionen verfalle, geniesse ich noch das warme Wetter hier und die hübsche Wolkenlandschaft: ich begreife nun, warum Anne-Sophie in Europa ganz verzückt die Wolken betrachtet hat........
Im Museum: Keramik aus dem 14. Jahrhundert!
Recycling auf Chinesisch!
Sprichwörtlich versunken in die Lektüre: Kunden in einem Buchladen
Oben: English in China
Rechts: Hier habe ich mich verirrt