Da wird echt was geboten: der Stern von Bethlehem gleitet von der Kirchendecke zur Krippe während draussen ein heftiges Knattern wohl die Erscheinung der Engel simuliert. Fröhlich singen wir irgendwelche undefinierbaren Lieder mit, der Priester ermahnt zu Frieden und Einigkeit. Da die Kirche und der Innenhof so hübsch sind, wollen wir am nächsten Tag nochmals zum Fotoshooting vorbeikommen. Jetzt bietet sich ein ganz anderes Bild: In der Kirche herrscht ein fröhliches Kommen und Gehen und die Kinder werden vor der Krippe fotografiert. Das sind jetzt die Hindus und Muslime, die als Touristen das Weihnachtsfest begutachten und uns „Fröhliche Weihnachten“ wünschen. Aus Respekt vor dem fremden Gott haben sie in der Kirche die Schuhe ausgezogen: das gehört sich so in einem Gotteshaus.
Besonders gerührt bin ich über den Muslim-Grossvater, der mit der Enkelin an der Hand zur Krippe marschiert und ihr alles erklärt. Auf sein „Merry Chrstimas“ antworte ich mit „Salaam aleikum“. Schnell kommt von ihm ein „Salaam“. Diesen Friedensgurss leite ich hiermit an Euch weiter und wünsche Euch allen von Herzen
ein friedvolles 2010.